Wir essen gerne in den Freizeitparks von Walt Disney World und Universal Orlando. Ein schön thematisiertes Restaurant gehört für uns genauso zum Urlaub wie eine Fahrt mit dem Lieblingsdarkride oder einer actiongeladenen Achterbahn. Allerdings gehen die Restaurantbesuche in den Parks und Resorts von Disney und Universal auf Dauer ganz schön ins Geld. Das macht sich bei längeren Aufenthalten oder für Familien natürlich besonders bemerkbar.
Zum Glück gibt es in Orlando aber auch außerhalb der Freizeitparks jede Menge Möglichkeiten, gut zu essen, ohne gleich ein kleines Vermögen auszugeben. Und einige dieser Restaurants sind inzwischen fester Bestandteil unsere Orlando-Urlaube. Wir planen sie von Anfang an ein und freuen uns schon richtig, dort essen zu gehen.
Hier stellen wir euch sechs Restaurants vor, in denen wir selbst gerne essen. Darunter sind günstige Fast-Food-Ketten, klassische amerikanische Restaurants mit Bedienung und sogar ein Steakhouse. Nicht überall ist das Essen ausgesprochen billig. Aber bei allen sechs finden wir, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Und am Ende liegen die Preise unter dem Niveau vergleichbarer Restaurants in den Themenparks.
Es muss nicht immer Essen in Mickey-Form sein
Essen gehen im Freizeitpark kann Spaß machen und gehört zum Erlebnis dazu, manchmal ist es auch schlicht praktisch. Wenn wir aber mehrere Wochen in Orlando verbringen, möchten wir nicht jeden Tag zu Parkpreisen essen. Außerdem gehören die vielen amerikanischen Restaurantketten für uns inzwischen längst zum Urlaub dazu. Sie vermitteln einfach ein bisschen US-Feeling, so wie man es aus Filmen und Serien kennt. Hier ein urgemütliches Diner, da das rustikale Steakhouse und dann wieder einfach ein Burger mit Pommes und einem Milkshake. Das ist Urlaub!
Natürlich ist die Auswahl in Orlando riesig. Und das Angebot kann einen schon mal erschlagen, wenn man gar nicht weiß, was man möchte oder sich nicht auskennt.
Manchmal haben wir Lust auf ein gemütliches Abendessen mit Bedienung. An anderen Tagen wollen wir einfach nur schnell etwas essen und anschließend zurück ins Hotel. Das geht euch vermutlich ganz genauso.
Im Laufe der Jahre haben wir unsere Favoriten gefunden. Die möchten wir jetzt mit euch teilen.
Unsere sechs Restauranttipps in Orlando
Chuy’s
Bei Chuy’s muss man schon aufpassen, dass man nicht satt ist, bevor das eigentliche Essen kommt. Denn gleich zu Beginn gibt es kostenlose Tortilla-Chips mit Salsa. Und wenn die erst einmal auf dem Tisch stehen, fällt es uns ziemlich schwer, wieder aufzuhören.
Walt Disney World: Ein riesiger Freizeitpark-Komplex, der aus mehreren Parks, Hotels, Geschäften und Restaurants besteht und eine breite Palette an Unterhaltungsmöglichkeiten für Gäste jeden Alters bietet.
ℹ️ Alle Informationen zum Walt Disney World | 🎟️ Tickets fürs Walt Disney World
Chuy’s ist ein Tex-Mex-Restaurant mit Bedienung und einer farbenfrohen, etwas verrückten Einrichtung. Es ist bunt, überall gibt es etwas zu entdecken, und allein deshalb macht uns ein Besuch immer wieder Spaß.

Über die Jahre haben wir uns vermutlich schon durch fast die gesamte Speisekarte gefuttert. Wir probieren gerne unterschiedliche Gerichte, landen aber regelmäßig wieder bei einem Klassiker: der Elvis Presley Memorial Combo. Dabei bekommt ihr gleich mehrere Tex-Mex-Spezialitäten auf einem Teller, darunter verschiedene Enchiladas und einen Taco. Wenn wir uns nicht so richtig entscheiden können, was es genau sein soll, ist das eine sehr gute Wahl.
Preislich finden wir Chuy’s ausgesprochen fair. Wir haben uns hier noch nie abgezockt gefühlt. Verglichen mit den thematisierten Restaurants in den Freizeitparks ist ein Abend bei Chuy’s für uns sogar ein echtes Schnäppchen.
Raising Cane’s
Die Speisekarte von Raising Cane’s ist schnell erklärt: Hier dreht sich alles um Chicken Fingers. Viel Auswahl gibt es nicht, aber das muss ja nichts Schlechtes sein.
Wir bestellen meistens entweder die Sandwich Combo mit Chicken Fingers im Burgerbrötchen oder die Box Combo, bei der die Chicken Fingers einzeln serviert werden. Pommes und die typische Cane’s Sauce gehören dazu.
Wir mögen übrigens auch Chick-fil-A sehr gerne. Preislich hat Raising Cane’s aber die Nase vorn. Wenn wir Lust auf Chicken haben und nicht viel Geld ausgeben möchten, ist die Kette deshalb unsere erste Adresse.
Perkins Restaurant & Bakery
Perkins hat für uns schon fast Kultstatus. Von außen etwas unscheinbar, ein bisschen altbacken. Wir wissen schon gar nicht mehr, wie es dazu kam, dass wir hier zum ersten Mal eingekehrt sind.
Drinnen ist es auch nicht gerade modern, obwohl sich das nach und nach ändert, denn die Kette verpasst sich zurzeit ein jugendlicheres Design. Aber der Service ist immer herzlich – wir kennen unsere Kellnerin schon beim Namen und freuen uns immer wieder, Melody zu sehen.
Perkins zählt zu den klassischen amerikanischen Familienrestaurants, in denen man unkompliziert und zu vernünftigen Preisen essen kann. Die Speisekarte bietet reichlich Auswahl, vom Frühstück bis zum Abendessen.
Unser persönlicher Favorit ist der Chicken Strips Melt. Aber auch das Big Bacon BLT bestellen wir gerne.
Ein besonders gutes Angebot ist die Cheeseburger, Fry and Pie Combo: Burger, Pommes und ein Stück Pie für 10,99 Dollar. Mit einem Getränk lagen wir bei ungefähr 15 Dollar. Natürlich kommt bei einem Restaurant mit Bedienung noch Trinkgeld hinzu. Trotzdem finden wir das für eine vollständige Mahlzeit inklusive Dessert ausgesprochen günstig.
Auch die übrigen Gerichte bewegen sich nach unserer Erfahrung meist in einem niedrigen bis moderaten Preisbereich.
Und dann wäre da noch der Pie.

Eigentlich gehört für uns ein Stück davon zu jedem Perkins-Besuch. Nur bei der Frage, welcher der beste ist, sind wir uns bis heute nicht einig. Apple Pie? Cherry Pie? Key Lime Pie? Oder doch Banana Cream Pie?
Wir diskutieren noch. Vermutlich müssen wir einfach weiterprobieren.
Little Caesars
Es gibt diese Abende nach einem langen Tag in den Freizeitparks, an denen wir völlig erledigt sind, Hunger haben und eigentlich nur noch ins Bett wollen.
Für solche Tage ist Little Caesars perfekt.
Wir bestellen unsere Pizza per App und fahren auf dem Rückweg vom Park am Restaurant vorbei. Dort holen wir sie aus dem Abholfach, dem sogenannten Pizza Portal. Kein langes Anstehen, keine Wartezeit auf einen Tisch – die gibt es dort ohnehin nicht. Also von zwei oder drei Hockern am Fenster abgesehen.
Und weil wir meistens wirklich hungrig sind, wird die Pizza oft gleich im Auto gefuttert.
Welche wir bestellen, hängt von unserer Laune ab. Mal ist es die klassische Pepperoni-Pizza, mal entscheiden wir uns für einen anderen Belag.
Preislich ist Little Caesars ebenfalls attraktiv. Wir bleiben mit unserer Bestellung inklusive Getränk in der Regel bei maximal 20 Dollar.
Natürlich ist das kein gemütlicher Abend im Restaurant. Aber manchmal wollen wir genau das: Pizza, schnell und unkompliziert, und anschließend ab ins Bett.
Steak ’n Shake
Unser Geheimtipp in Sachen Burger: Steak ’n Shake. Diese Kette ist übrigens für einige Jahre völlig unter unserem Radar geflogen. Wie das passieren konnte, ist uns ein Rätsel.
Aber inzwischen ist es unsere Anlaufstelle Nr. 1, wenn wir Lust auf Burger haben. Die Burger sind nach unserer Erfahrung vergleichsweise günstig, gerade wenn wir die Preise mit Ketten wie Wendy’s oder auch Culver’s vergleichen.
Unser Standard ist der Original Double Steakburger with Cheese.
Ab und zu probieren wir aber auch etwas anderes. Beim Butter Double Steakburger waren wir uns beispielsweise überhaupt nicht einig. Torsten fand ihn ziemlich gut. Dörthe war er dagegen deutlich zu buttrig und triefend. Die Garlic-Variante, also ein Burger mit Knoblauchbutter, konnte uns beide nicht so richtig überzeugen.
Und dann sind da noch die Milkshakes.
Die finden wir bei Steak ’n Shake sensationell gut. Sie werden ganz klassisch im Glas serviert, wie man es von einem amerikanischen Diner erwartet.
Allerdings gönnen wir uns nur selten einen Shake. Und wenn, dann teilen wir uns meistens einen. Schließlich wollen wir ja auch noch unseren Burger schaffen.
Texas Roadhouse
Ein richtig gutes Steak gehört für uns gelegentlich auch zu einem Orlando-Urlaub. Und dafür müssen wir nicht unbedingt in eines der teuren Steakhäuser von Walt Disney World oder Universal Orlando gehen. Die sind zwar echt fancy und bieten ein tolles Erlebnis, aber ganz ehrlich: Der Preis ist nicht ohne und beim Blick auf die Rechnung am Ende wird einem da schon mal kurz schwindelig.
Wir haben eine Alternative entdeckt: Texas Roadhouse. Diese Steakhouse-Kette ist zwar kein Billigrestaurant, aber deutlich günstiger als die Steakhäuser in den Freizeitparks. Vielleicht geht es hier etwas weniger exklusiv zu und es gibt keine gestärkten weißen Tischdecken, sondern eher rustikalen Holzlook. Und das Wichtigste: Die Qualität hat uns bisher überzeugt.

Meistens bestellen wir ein Ribeye. Welcher Cut es genau wird, ist aber einfach Geschmackssache. Dazu wählen wir unsere Beilagen nach Lust und Laune. Ob Baked Potato, Steak Fries, Applesauce, Chili, Mushrooms oder ein Salat – das ist nur ein Teil der Optionen.
Nicht zu vergessen die Brötchen.
Die frisch gebackenen, warmen Brötchen mit Zimtbutter sind für uns jedes Mal ein Highlight. Wir müssen uns schon ein bisschen zusammenreißen, um uns nicht daran satt zu essen. Für ein Dessert ist nach dem Steak ohnehin kein Platz mehr und nach einer Portion Brötchen schon gar nicht. Daher können wir nicht wirklich beurteilen, ob es sich lohnt, hier Platz für etwas Süßes zu lassen.
Bei den Vorspeisen haben wir allerdings eine andere Meinung als viele begeisterte Texas-Roadhouse-Fans: Die oft gelobte Cactus Blossom, eine große frittierte Zwiebel, hat uns nicht besonders überzeugt.
Wir bestellen inzwischen lieber die Fried Pickles, also frittierte Gurkenscheiben.
Warum wir kaum noch Essen liefern lassen
Eine Sache haben wir uns inzwischen allerdings fast vollständig abgewöhnt: Essen über Uber Eats & Co. bestellen.
Diese Lieferdienste sind ohne Frage super praktisch und in den USA extrem verbreitet. Ihr könnt euch so gut wie überall eure Mahlzeit liefern lassen, auch wenn ihr in einem Hotel bei Disney oder Universal übernachtet.
Aber, großes Aber: So praktisch dieser Service ist, so teuer ist er auch.
Seit einer Weile weichen die Preise, die über den Lieferdienst aufgerufen werden, häufig von den Restaurantpreisen ab. Und das nicht gerade dezent. Dazu kommen Liefer- und Servicegebühren sowie ein Trinkgeld für den Lieferanten.
Da kommt es schon mal vor, dass aus einem Abendessen, das im Fast-Food-Lokal 30 Dollar gekostet hätte, plötzlich 60 Dollar werden. Kein Scherz.
Wir beobachten das schon seit längerer Zeit, denn früher haben wir diese Dienste auch gerne in Anspruch genommen, vor allem, wenn wir in einem Ferienhaus übernachtet haben.
Aber irgendwann ist uns aufgefallen, dass die Preise enorm angestiegen sind. Tja … seither ist das für uns eher die absolute Notlösung.
Wann lohnt es sich, außerhalb der Freizeitparks essen zu gehen?
So gerne wir diese Restaurants besuchen: Nur um ein paar Dollar zu sparen, würden wir nach einem langen Parktag nicht unbedingt noch eine halbe Stunde durch Orlando oder Kissimmee fahren. Das ist dann doch zu umständlich und zu zeitraubend.
Besonders praktisch finden wir die Restaurants außerhalb der Parks an Tagen, an denen wir ohnehin mit dem Auto unterwegs sind. Vielleicht waren wir einkaufen, haben einen Ausflug gemacht oder nur einen halben Tag in den Parks verbracht und fahren gerade zurück zur Unterkunft. Dann lässt sich ein Restaurantbesuch ganz unkompliziert einplanen.
An Tagen ohne Freizeitparkbesuch gehen wir eigentlich immer in einem der Restaurants in der Umgebung essen.
Wenn ihr dagegen ohne Mietwagen unterwegs seid, solltet ihr die Fahrtkosten berücksichtigen. Mit Uber oder Lyft wird ein vermeintlich günstiges Abendessen schnell ein wenig teurer. Schaut deshalb vorher bei Google Maps nach, wo das gewünschte Restaurant liegt und ob sich die Anfahrt für euch lohnt.
Denkt bei euren Preisvergleichen auch daran, dass in Florida die Sales Tax noch auf die ausgeschriebenen Preise kommt. In Restaurants mit Bedienung gehört außerdem ein angemessenes Trinkgeld dazu.
Wir werden natürlich auch künftig gerne in den Restaurants von Disney und Universal essen. Aber auf unsere Favoriten außerhalb der Freizeitparks möchten wir genauso wenig verzichten. Wir freuen uns auf diese Restaurantbesuche inzwischen mindestens genauso sehr wie auf manches Essen in den Parks.
Und wenn wir dabei noch ein bisschen Geld sparen, umso besser!

Dörthe von OrlandoParks
Seit meinem ersten Besuch war ich sofort von Walt Disney World begeistert und wusste direkt: Das ist mein Place to be. Kaum zurück in Deutschland, wurde bereits die nächste Reise geplant. Inzwischen sind viele Aufenthalte und unzählige Tage in den Parks zusammengekommen – neben Walt Disney World auch Universal Orlando, SeaWorld, Busch Gardens, LEGOLAND und weitere Freizeitparks in Florida.
Die Planung macht mir genauso viel Freude wie die Zeit vor Ort. Aus dieser Begeisterung ist über die Jahre eine echte Leidenschaft entstanden: meine Erfahrungen weiterzugeben und euch dabei zu helfen, eure Reise nach Orlando optimal vorzubereiten und vor Ort das Beste aus eurer Zeit herauszuholen.