Löwen sonnen sich auf Felsen, Hyänen planschen im Wasser – und ihr seid mittendrin. Busch Gardens Tampa arbeitet aktuell an einem der spannendsten Projekte der letzten Jahre. Mit dem Lion & Hyena Ridge entsteht im Edge-of-Africa-Bereich eine komplett neue Anlage, die weit über ein klassisches Zoo-Gehege hinausgeht.
Die Eröffnung ist für dieses Jahr geplant – und schon jetzt ist klar: Das wird eines der absoluten Highlights im Park. Was euch dort erwartet und warum dieses Projekt mehr ist als nur ein neues Gehege, zeige ich euch hier.
Ein neues Großprojekt in Edge of Africa
Das neue Areal entsteht im Bereich Edge of Africa und ist ein deutliches Upgrade des Parks. Mit rund 3.250 Quadratmetern Fläche ist die Lion & Hyena Ridge etwa dreimal so groß wie die ursprüngliche Anlage aus den 90er-Jahren. Das zeigt, wohin die Reise bei Busch Gardens geht: Weg von veralteten Strukturen, hin zu deutlich mehr Platz und modernerer Tierhaltung.
Das Besondere am Konzept ist die Flexibilität: Die Anlage besteht aus zwei Bereichen, die von den Löwen und Hyänen zeitlich getrennt genutzt werden. Da die beiden Tierarten in der Natur Konkurrenten sind, sorgt das für eine enorme Bereicherung- nicht nur für euch als Besucher, sondern ganz besonders für die beiden Tierarten – im Alltag. Durch die Gerüche und Spuren, die die jeweils andere Gruppe hinterlässt, bleiben die Tiere aktiv und neugierig.
Mein Tipp: Falls ihr den Bereich bisher nur als „Durchgang“ zur Achterbahn Cheetah Hunt oder zum Serengeti Overlook Restaurant kennt: Plant in zukunft definitiv mehr Zeit ein. Der ehemals eher kleine Bereich wird durch das neue Projekt massiv aufgewertet und lädt zum längeren Verweilen ein.
Die neuen Bewohner: Eine Löwen-WG und bekannte Gesichter
Wer zieht eigentlich ein? Im Mittelpunkt steht eine Löwenfamlie aus dem Oklahoma City Zoo. Die fünf jungen Löwenbrüder werden künftig das Herzstück der Anlage bilden. Aber sie sind nicht allein:
Busch Gardens Tampa: Ein Themenpark mit einer Vielzahl an Tierattraktionen, Achterbahnen und aufregenden Fahrgeschäften.
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- Die Löwen-Brüder: Fünf junge Männchen mit den Namen Pascal, Lou, Henri, Hugo und Herman werden gemeinsam die neue Anlage erkunden.
- Cazi & Dazi: Die beiden Hyänen, die ihr vielleicht schon aus dem Park kennt, ziehen in das neue, deutlich größere Areal um.
Mehr als nur ein Gehege: Hightech für die Tiere
Besonders hevrozuheben ist der Ansatz, sich so weit wie möglich am natürlichen Verhalten der Tiere zu orientieren. Die Anlage wurde in enger Zusammenarbeit mit Zoologen entwickelt und bietet Details, die man auf den ersten Blick gar nicht wahrnimmt. So sind die Felsformationen im afrikanischen Stil nicht nur Gestaltungselement, sondern erfüllen ganz konkrete Funktionen für die Tiere.
Das bietet das neue Habitat:
- Klimatisierte Felsen: Beheizte oder gekühlte Liegeflächen je nach Wetterlage.
- Wasser-Action: Ein spezieller Bereich mit Sprühdüsen, in dem die Hyänen spielen können.
- Aussichtspunkte: Erhöhte Felsplateaus, die den Löwen den perfekten Überblick ermöglichen.
Das Ziel ist klar: Die Tiere sollen aktiv entscheiden können, wie sie ihren Tag verbringen – fast wie in der freien Wildbahn.
Zwischen Vergnügen und Verantwortung: Eine Einordnung
Die Frage, ob Wildtiere überhaupt in menschliche Obhut gehören, lässt sich nicht einfach beantworten.
Gerade Projekte wie Lion & Hyena Ridge zeigen aber auch, wie sehr sich die Haltung und die Ansprüche in den letzten Jahrzehnten verändert haben.
Ein paar Punkte zur Einordnung:
- Der Bildungs- und Erlebnisfaktor:
Die wenigsten werden jemals eine Safari in Afrika machen. Tiere wie Löwen oder Hyänen so nah zu erleben, schafft eine ganz andere Verbindung als ein Film oder eine Dokumentation. Diese Nähe kann Interesse und Bewusstsein fördern – auch wenn sie natürlich kein Ersatz für echte Wildnis ist. - Die Realität moderner Tierhaltung:
Ein Gehege bleibt immer ein begrenzter Raum. Auch eine deutlich größere und komplexere Anlage ersetzt keine natürliche Umgebung. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung moderner Zoos, dass es heute nicht mehr nur um Präsentation geht, sondern um verhaltensgerechte Gestaltung, Rückzugsmöglichkeiten und gezielte Beschäftigung. Begriffe wie „Enrichment“ stehen genau für diesen Ansatz. - Der Beitrag zum Artenschutz:
Einrichtungen wie Busch Gardens arbeiten im Rahmen internationaler Programme, die auf den Erhalt bestimmter Arten abzielen. Das ersetzt keinen Schutz natürlicher Lebensräume, kann aber ein Baustein sein – etwa durch Zuchtprogramme, Forschung oder Aufklärung.
Am Ende ist es eine Entwicklung: Weg von der reinen „Schau“ hin zu einem Ort, der den Tieren gerecht werden muss, während er uns Menschen die Natur näherbringt. Mit dem dreimal größeren Areal geht Busch Gardens hier einen wichtigen Schritt weg vom alten Zoo-Konzept der 90er-Jahre.
270 Grad Erlebnis für Besucher
Auch für uns Besucher ändert sich das Erlebnis komplett. Die neue Anlage ist so konzipiert, dass ihr die Tiere aus fast jeder Perspektive beobachten könnt. Große Glasflächen sorgen dafür, dass ihr gefühlt auf Augenhöhe mit den Raubtieren seid.
Das absolute Highlight ist jedoch die überdachte Brücke, die direkt durch das Habitat führt. Ihr bewegt euch also physisch mitten durch das Revier, was das Ganze deutlich immersiver macht als ein kurzer Blick von außen. Und ein wichtiger Punkt für alle Florida-Urlauber: Die Wege sind schattig gestaltet, sodass ihr die Beobachtung genießen könnt, ohne in der prallen Sonne zu schmelzen.
Warum das Projekt ein wichtiges Signal ist
Busch Gardens zeigt mit Lion & Hyena Ridge einmal mehr, in welche Richtung sich der Park entwickelt. Achterbahnen und Tierbereiche stehen nicht nebeneinander, sondern greifen zunehmend ineinander.
Als akkreditiertes Mitglied der Association of Zoos and Aquariums erfüllt der Park dabei klare Standards in den Bereichen Tierhaltung, Bildung und Artenschutz. Für viele Besucher spielt genau das heute verständlicherweise eine deutlich größere Rolle als noch vor einigen Jahren.
Ein kleiner Bonus für alle Park-Historiker: Während der Bauarbeiten wurden alte Fundamente der früheren Monorail entdeckt, die bis Ende der 90er-Jahre durch den Park führte. Ein schönes Detail, das ein Stück Geschichte von Busch Gardens wieder ans Licht bringt.
Wann geht es los?
Ein exaktes Datum für 2026 steht noch aus, es hieß zunächst Früjhar 2026, inzwischen ist von „later this year“ die Rede.
Es bleibt also abzuwarten, wann Lion & Hyena Ridge tatsächlich eröffnet.

Dörthe von OrlandoParks
Seit meinem ersten Besuch war ich sofort von Walt Disney World begeistert und wusste direkt: Das ist mein Place to be. Kaum zurück in Deutschland, wurde bereits die nächste Reise geplant. Inzwischen sind viele Aufenthalte und unzählige Tage in den Parks zusammengekommen – neben Walt Disney World auch Universal Orlando, SeaWorld, Busch Gardens, LEGOLAND und weitere Freizeitparks in Florida.
Die Planung macht mir genauso viel Freude wie die Zeit vor Ort. Aus dieser Begeisterung ist über die Jahre eine echte Leidenschaft entstanden: meine Erfahrungen weiterzugeben und euch dabei zu helfen, eure Reise nach Orlando optimal vorzubereiten und vor Ort das Beste aus eurer Zeit herauszuholen.